Implantate - Die Nachbehandlung
Eine Implantation ist eine Operation wie jede andere. Die Wunde kann nur
heilen, wenn der Patient die betroffene Stelle nicht belastet. Moderne
Implantatmaterialien verkürzen die Heilung, die neuen Zähne können schon früher
belastet werden. Im Unterkiefer heilt die Wunde schneller, etwa in vier bis
zwölf Wochen. Implantate im Oberkiefer brauchen doppelt so lange.
Der Patient muss sehr sorgfältig auf seine Mundhygiene achten. Die
Besonderheit von Zahnimplantaten ist, dass sie im Knochen verwachsen sind und
durch das Zahnfleisch hindurch in die Mundhöhle ragen. Genau an diesen
Durchtrittstellen lauert die Gefahr.
Bei einer mangelhaften Mundhygiene wandern
Bakterien am Metall des Implantats entlang und in den Knochen hinein. Im
schlimmsten Fall entzündet sich das Zahnfleisch, die Entzündung greift auf den
Kieferknochen über, das Implantat kann locker werden und herausfallen.
Der Zahnarzt sollte wenigstens halbjährlich eine Nachsorgeuntersuchung
machen. Er überprüft, ob das Zahnfleisch entzündet ist und kontrolliert den
Knochen, wenn nötig, durch ein Röntgenbild. Bei dieser Gelegenheit reinigt der
Zahnarzt alle Bereiche im Mund, an die der Patient nicht herankommt und zieht
gelockerte Schrauben an.
Rauchen schadet dem Kieferknochen und damit den Implantaten. Kommt noch
schlechte Mundhygiene hinzu, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, ein Implantat
zu verlieren, nach Aussagen einiger Wissenschaftler deutlich. Wer den Erfolg
einer Implantation nicht gefährden will, sollte deshalb auf den Glimmstängel
verzichten. |