Implantate - Die Operation Die eigentliche Implantation ist ein ambulanter chirurgischer Eingriff unter örtlicher oder, seltener, unter Vollnarkose. Je nachdem, wie viele Implantate gesetzt werden, dauert der Eingriff zwischen 15 Minuten und etwa zwei Stunden. An der geplanten Stelle öffnet der Arzt die Schleimhaut und bohrt ein Loch für das Implantat in den Knochen.
Man unterscheidet zwischen einphasigen und zweiphasigen Implantatsystemen. Bei einphasigen Implantaten durchbricht das Implantat von Anfang an die Schleimhaut und ist in der Mundhöhle sichtbar. Dennoch darf man das Implantat in den ersten zwei bis sechs Monaten nicht belasten. Der zweite operative Eingriff, die Freilegung des Implantats, entfällt. Der Nachteil: In der ersten Zeit ist das Risiko einer Infektion etwas höher. Es kann bei dieser Methode auch ästhetische Probleme geben: Das Zahnfleisch kann sich unter Umständenn während der Heilung um das Implantat herum zurückziehen. Dadurch sieht man den Übergang zwischen der Krone und dem Zahnfleisch.
Die überwiegende Zahl der heute gesetzten Implantate sind zweiphasige Implantatsysteme. Damit der Fremdkörper besser in den Knochen einheilen kann, näht der Arzt die Zahnfleischwunde zu. Wenn das Implantat fest in den Kieferknochen eingewachsen ist, öffnet er die Mundschleimhaut wieder und befestigt eine Krone, Brücke oder Teilprothese auf der künstlichen Wurzel. Zwei bis sechs Monate braucht das Implantat, um, von der Schleimhaut geschützt, in den Knochen einzuheilen. Der Nachteil: Nach dieser Zeit muss in einem zweiten, aber den Patienten wenig belastenden Eingriff die Schleimhaut über dem Implantat entfernt werden. Die Vorteile der zweiphasigen Implantatsysteme überwiegen aus Gründen der Sicherheit und Ästhetik. Bis zum vollständigen Abschluss der Behandlung muss der Patient natürlich nicht ohne Zahnersatz auskommen. Er erhält ein fest sitzendes Provisorium oder weiterhin eine Prothese, so dass er auch in dieser Übergangszeit normal essen und sprechen kann. |